Bürgerversammlung

07.11.2018 Bürgerversammlung

In einem etwa einstündigen Vortrag informierte Bürgermeister Helfrich über die in der Gemeinde 2018 durchgeführten Bauprojekte.

Hauptsächlich waren dies der Um- und Ausbau der bisherigen Kitas. Aber auch der Neubau eines Krippenhauses in Mittel-Gründau und den Neubau einer Kita im Neubaugebiet „Lange Rainshole“ in Lieblos. Zusammen mit dem geplanten Waldkindergarten und einem kirchlichen Kindergarten im, vom Bürgermeister ohne Einbeziehung der Gemeindegremien, eigenmächtig mit Vertretern der ev. meth. Kirche in Rothenbergen geplanten Neubaukomplex entstehen so mindestens 11 neue Kindergartengruppen.

Ohne an dieser Stelle über das für und wider des Neubaukomplexes der ev. meth. Kirche in Rothenbergen einzugehen, zeigt sich doch an diesem Beispiel die intransparente Informationspolitik der Gemeinde und das selbstherrliche Handeln unseres Bürgermeisters ohne jegliche Einbeziehung der Bürger und des Gemeindevorstands. Das der Informationsfluss zu uns Bürgern nicht funktioniert wird klar, wenn man sich vergegenwärtigt das es schon innerhalb der Gemeindevertretung keine Kommunikation gibt.

Für die Anwohner von Pechofen-, Büdinger-, Gründauer, und August-Imhof-Straße bringt das Neubaugebiet „Lange Rainshole“ eine deutliche Zunahme des Verkehrs, dass es im Bereich der jetzigen Baustellenzufahrt an der B457 keine Ein-und Ausfahrt geben wird. Man müsse erst abwarten wie sich der Verkehr entwickele verwies Bürgermeister Helfrich auf die vorausschauende Planung. Offensichtlich sieht man hier keinen Zusammenhang zwischen mehr Anwohnern, einem Kindergarten und dem Verkehrsaufkommen.

Fehlende Nachmittags-Betreuungsplätze an den Gründauer Schulen waren dem Bürgermeister unbekannt. Wie schon in den letzten Jahren zu beobachten verliert die Gemeinde unsere Kinder aus den Augen, sobald diese in die Schule kommen. Das einem Bedarf an mehr Kindergartenplätzen, ein entsprechender Mehrbedarf an schulischen Betreuungsplätzen nachfolgt, wird nicht berücksichtigt.

Dem Lieferverkehr mit schweren LKW zur I.G. Bauerhin GmbH, dem die Anwohner in der Philipp-Reis-Straße in Rothenbergen seit Jahren ausgesetzt sind, soll mit neuen Verkehrsschildern begegnet werden. Aus Erfahrung behaupte ich, das sich hierdurch kaum etwas an der schlechten Situation ändern wird. Solange Zufahrt über die Philipp-Reis-Straße als kürzeste Strecke in Navigationsgeräten angezeigt wird, wird diese Straße durch Schwerverkehr befahren werden. Eine Überbauung zur Begrenzung der Durchfahrtshöhe wäre die sichere Lösung um LKW´s umzuleiten.

Zum Thema Fliegenplage hatte ich im Vorfeld einige Fragen an die Gemeinde gestellt. Diese wurden aber auf der Bürgerversammlung nicht beantwortet und finden auch in keinem der beiden Zeitungsartikel in der GNZ vom 09. und 10.11. Erwähnung. Dieses Thema soll am 20.11. in der lange versprochenen Informationsveranstaltung besprochen werden.

Die rund 900 Bürger aus Gründau, welche die Petition gegen die Fliegenplage unterzeichnet haben und denen es ein echtes Anliegen ist, hier über den Fortgang der Petition und der zu ergreifenden Maßnahmen informiert zu werden, wird auf der eigenen Bürgerversammlung genau dies verweigert. Das die Gemeindevertretung, angeführt von Bürgermeister Helfrich die Einschränkungen der Lebensqualität nicht ernst nimmt, zeigt auch die Tatsache das bis zum heutigen Tag keinerlei Reaktion auf die Petition von Seiten der Gemeinde zu erhalten war. Der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung sollten sich deutlich von diesem Verhalten distanzieren.

 

 

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